SG Salmbachtal
SG Salmbachtal

Abstieg aus der A-Klasse

 

KREISLIGA A : Aufbruch oder Absturz?

Von unserem Mitarbeiter 
LUTZ SCHINKÖTH

SEHLEM/RIVENICH. Am Sonntag steigt mit dem Schlüsselspiel gegen die bereits gesicherte SG Reil vielleicht das Spiel des Jahres für die SG Sehlem. Nur ein Sieg lässt die Neukirch-Elf weiter vom Liga-Verbleib träumen, aber schon ein Remis würde alle Träume vom Klassenerhalt zerplatzen lassen.

Für Trainer Frank Neukirch ist die Situation rechnerisch einfach, aber sportlich kompliziert. Jeder Spieler seiner SG Sehlem, der am Sonntag gegen die SG Reil auflaufen wird, kämpft für seinen Verein und versucht, den freien Fall in die Kreisliga B zu verhindern. Denn steigt die SG Neumagen als Mosel-Klub aus der Bezirksliga ab, wäre der Drittletzte der A-Liga abgestiegen und der Viertletzte müsste in der Relegation spielen. Trotz der sieben Punkte aus den vergangenen Spielen, die die Sehlemer holten, stehen sie seit der Niederlage in Dhrontal wieder auf dem drittletzten Platz der Tabelle. Da der verletzte Frank Neukirch mit Niederlagen des SV Morbach II gegen Hetzerath und des SV Gonzerath in Bruch rechnet, wäre die SG Sehlem zumindest Viertletzter.

"Spekulieren wollen wir nicht. In erster Linie wollen wir unser Spiel gewinnen", sagt der seit November vergangenen Jahres auf Eis gelegte Libero und Trainer in Personalunion. Neukirch betont, dass der Vorstand sich in einer Ansprache an die Spieler gewandt hat, noch einmal alle Reserven zu mobilisieren und eisernen Willen zu zeigen. Der ehemalige Klausener Oberligaspieler nennt einen Hauptgrund für die derzeitige prekäre Situation: "In der Abwehr stehen wir recht sicher, doch im Sturm zeigen wir zu viele Nerven und machen zu wenig aus den herausgespielten Chancen. Pech, Unvermögen und Unerfahrenheit sind wohl die Gründe." Doch am Sonntag wollen Axel Esch und Wolfgang Klar treffen, vielleicht auch wieder Johannes Wey, der im Mittelfeld für frischen Wind sorgen soll. Neukirch hat alle Mann an Bord und hofft auf dem Hartplatz in Rivenich auf die Steigerungsfähigkeit der Spieler sowie auf die Unterstützung der Zuschauer. Er selbst schwört auf seine Elf: "Wir bleiben in der A-Liga." Wenn die Sehlemer die Klasse halten sollten, verlängert auch der Coach seinen Vertrag, da er sich "bei diesem Verein sehr wohl fühlt".

Bei der SG Reil geht es nach Aussage von Trainer Andreas Bauer um Platz fünf. "Wenn Blankenrath sich von Niederemmel überraschen lässt, haben wir diese Platzierung im Visier. Denn verstecken werden wir uns nicht, wir können gelassen agieren, während Sehlem unter Druck steht", sagt Bauer, der in der kommenden Woche mit den Vereinsvorsitzenden Gespräche über eine Vertragsverlängerung führen wird. Nach dem klaren 5:1 gegen Traben-Trarbach haben die Moselaner den Ligaerhalt in der vergangenen Woche endgültig perfekt gemacht, peilen zudem den dritten Sieg in Folge an. Andi Bauer hat bis auf den verletzten Christian Thiesen alle Spieler an Bord und gibt folgende Marschroute für Sonntag vor: "Mit Siweris und Stölben haben wir zwei gefährliche Stürmer, die versuchen werden, ihre Chancen zu nutzen. Dabei wollen wir nicht zuschauen, wie Sehlem das Spiel macht, sondern ebenfalls nach vorn spielen. Ein Sieg ist unser Ziel." Dabei setzt er auf Kapitän Andreas Thiesen, der in dieser Saison einen großen Sprung nach vorn machte und zudem die Führungsrolle als Spielführer positiv ausfüllt. "Wir sind eine Mannschaft ohne große Namen, sind deshalb von der Qualität des gesamten Kollektivs abhängig", sieht Bauer die Geschlossenheit des Teams als die große Stärke an. Alex Schuch wird den Verein beruflich verlassen, Frank Ruff soll gehalten werden. Vier A-Jugendliche werden die SG Reil in der nächsten Saison aufwerten, mit zwei Spielern sind Verhandlungen im Gange.

Quelle: http://www.volksfreund.de/nachrichten/KREISLIGA-A-Aufbruch-oder-Absturz-;art673,990791

Datum: 11. Mai 206

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SPIEL DES TAGES: Sehlemer Zukunftspläne vertagt

Von unserem Mitarbeiter 
LUTZ SCHINKÖTH

RIVENICH. Nach der 0:1-Heimniederlage gegen den Tabellensechsten SG Reil haben die Spieler der SG Sehlem den direkten Ligaverbleib verpasst. Als Drittletzter sind sie abhängig vom Ausgang des Entscheidungssspiels in der Bezirksliga zwischen Hillesheim und Neumagen. Gewinnen die Moselaner dieses Finale, dann dürfen die Sehlemer in der Relegation spielen.

Sehlems Trainer Frank Neukirch fand nach der für ihn entscheidenden Partie gegen die SG Reil kaum noch Worte. Die vielleicht schlechteste Saisonleistung gegen konterstarke Reiler vertagte eine mögliche Relegation. Denn nur, wenn Neumagen das Abstiegsfinale gegen Hillesheim gewinnt, bekommen die Sehlemer ihre Chance in der Relegation, wo sie sich gegen Landscheid und Peterswald durchsetzen müssen.

Es stand außer Frage, dass die Partie auf Kampf und Einsatz basieren würde, denn allein für die Gastgeber stand der Nachweis der Ligatauglichkeit im Vordergrund. Auch für die Reiler hingegen war es nicht nur Schaulaufen, denn Wunschplatz fünf war noch drin. Früh wurden die Sehlemer geschockt, als Spielmacher Axel Esch nach sechs Minuten verletzt ausgewechselt werden musste. Danach versuchte der im defensiven Mittelfeld agierende Hubert Runge, das Sehlemer Spiel anzukurbeln.

Doch die Anfangsphase gehörte den Moselanern, die zunächst ohne Ruff und Stölben die klareren Chancen besaßen. Sehlem wirkte nervös und unkonzentriert, zu viele Bälle versprangen in der Vorwärtsbewegung, der Zug zum Tor war kaum erkennbar. Libero Andreas Lorig peitschte seine Vorderleute lautstark an, während Benni Siweris die beste Reiler Gelegenheit vergab. Als noch vor der Pause mit dem verletzten Wolfgang Klar der komplette Sehlemer Sturm ausfiel, wurde es noch schwerer für die Neukirch-Elf. Ratlosigkeit und Hilflosigkeit machte sich breit, zumal kein Sehlemer Spieler in der Lage war, das nervöse und konfuse Spiel zu ordnen.

Auch im zweiten Abschnitt regierten Nervosität und Angst. Obwohl ein Ruck durch die Sehlemer ging, kamen sie nicht entscheidend zum Zug, weil sie oft durch die Mitte spielten und häufige Stockfehler den Spielfluss hemmten. Im Gegenzug hatten Löhr und Siweris die Möglichkeit, das längst fällige 0:1 zu machen. Sven Westerdorf fischte anschließend einen Thiesen-Schuss aus dem Winkel. Der eingewechselte Stefan Stölben machte dann nach Flanke von Volker Angnes die Reiler Führung perfekt (62).

Zu wenig Anspielstationen, zu wenig Biss und Aggressivität und kaum variables Angriffsspiel ließen die gut stehenden Gäste kaum in Verlegenheit bringen.

Während Sehlem das Spiel optisch dominierte, fuhren die Moselaner gefährliche Konter. Trotz offensiver Bemühungen gelang der Neukirch-Elf kaum Zwingendes, zumal die Ideen und das Überraschungsmoment gänzlich fehlten. Zum Schluss hatten Siweris, Stölben und Thiesen sowie der eingewechselte Michael Jakoby einen höheren Gäste-Sieg auf dem Fuß.

So hatte ein sichtlich enttäuschter Frank Neukirch kaum noch Worte für die desolate Leistung seiner Mannschaft: "Man hat heute nicht gesehen, wer hier um alles oder nichts und gegen den Abstieg spielt. Ich habe Einsatz, Laufbereitschaft und Leidenschaft vermisst." Dem war nichts mehr hinzuzufügen. Reils Trainer Andreas Bauer hatte ein insgesamt "gutes Spiel meiner Mannschaft" gesehen. "Das einzige, was zu kritisieren war, war die mangelnde Chancenauswertung" Für Sehlem indes könnte mit ein bisschen Glück die Saison in die Verlängerung gehen. Denn der Sehlemer Strohhalm besteht jetzt nur noch im Nachsitzen in der Relegation. Vorausgesetzt, es kommt dazu.

Sehlem: Westerdorf - Lorig - Werner, Haubrich (55. Klippel), Keich - Runge, Esch (6. Born), Barzen, Wey - Klar (30. Heine), Herrmann.

Reil: Greis - Barzen - Schmidt, M. Stölben, F. Jacobi - Mildenberger (46. St. Stölben), Angnes (80. M. Jakoby), Conrad, Thiesen - Löhr, Siweris.

SR: Schmitz (Laufeld) – Z: 100

Tor: 0:1 Stefan Stölben (62.)

Datum: 30. Juli 2006

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